Autor: Ing. Stephan Waska
Nicht winterharte, sommerblühende Knollengewächse
Dahlien, Canna, Gladiolen, Knollenbegonien und Montbretien vor den ersten Frösten ausgraben, oberirdische Pflanzenteile nach deren Vergilbung abschneiden und Knollen ins Winterquartier bringen.
Rosen
Krankes oder von Schädlingen befallenes Laub von Rosen nicht kompostieren, sondern über die Mülltonne entsorgen.
Fruchtschäden
In diesem Jahr ist wegen der langen Trockenheit verstärkt mit physiologischen Schäden
beim Kernobst zu rechnen (Stippe, Fleischbräune). Früchte mit solchen Symptomen möglichst schnell verwerten bzw. nur kurz lagern.
Bild: Stippe
Himbeeren
Abgetragene Herbsthimbeerruten nach der Ernte bodennah entfernen.
Steckholz-Vermehrung von Ribisel
Nach dem Blattfall ist ein guter Zeitraum, um Ribisel über Steckhölzer selbst zu vermehren. Hierzu schneidet man
diesjährige, gut ausgereifte, gesunde, etwa bleistiftdicke Triebe, 20 bis 25 cm lang mit 4 bis 6 Augen. Beim Schnitt darauf achten, dass am unteren Ende direkt unterhalb eines Auges schräg geschnitten wird. Hier befinden sich viele Reservestoffe und die vergrößerte Schnittfläche fördert zusätzlich die Bewurzelung. Der obere Schnitt sollte 1 bis 2 cm oberhalb einer Knospe erfolgen, damit das Auge nicht verletzt wird. Leicht schräg angeschnitten kann Gießwasser besser ablaufen.
Gesteckt wird sofort. Man steckt in leichte, eventuell vorher mit Kompost angereicherte Erde und zwar so tief, dass 1 bis 2 Knospen herausschauen. Guter Bodenschluss ist wichtig, hierzu leicht andrücken und gut wässern. Während der Bewurzelungsphase dürfen die Steckhölzer nicht austrocknen. Im nächsten Herbst nach dem Austrieb können sie dann gegebenenfalls umgepflanzt werden. Neben Ribiseln lassen sich auch Jostabeeren, Feigen und Wildobstarten wie Sanddorn und Holunder über Steckhölzer vermehren.
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