Autor: DI Sonja Stockmann

Einstellpflanzen

Die rasche Ankündigung der ersten Frostphase treibt die Überwinterungspflanzen wieder zurück in die Quartiere der Gärtnereien. Im Interesse der eigenen Betriebshygiene achten die Gärtnereien sorgsam auf einen potentiellen Schädlingsbefall und mögliche Verdachtsanzeichen von Xylella fastidiosa (Feuerbakterium – Amtlicher Pflanzenschutzdienst: www.pflanzenschutzdienst.at/geregelte-schaedlinge/prioritaere-uqs/xylella-fastidiosa). Pflanzen, die ins Winterquartier geliefert werden, sollten daher auf Anzeichen kontrolliert werden! Besonders bei Oleander, Rosmarin und Lavendel ist der Befall mit Xylella für eine Übernahme der Pflanzen auszuschließen.

Bild: Feuerbakterium „Xylella fastidiosa“ an Ulmenblatt

Wenn amtliche Behörden einen Befall mit dem Feuerbakterium feststellen, sind die Betriebe dazu verpflichtet, ihr gesamtes Sortiment zu vernichten.

Die häufigsten Schädlinge auf den Pflanzen sind jedoch Woll-, Schildläuse und Spinnmilben. Wenn für Einstellpflanzen keine isolierte Fläche zur Verfügung steht, sollte die Übertragung
von Schadorganismen auf andere Pflanzen dennoch ausgeschlossen werden. Bei Auftrags-Überwinterungen in dafür professionell ausgestatteten Gärtnereien, wird in der Regel eine genaue Dokumentation über den Zustand der Pflanzen bei der Abholung im Herbst geführt, um spätere Diskussionen im Frühjahr mit den Kunden zu vermeiden. Dabei ist es möglich, dass Risikopflanzen von den Gärtnereien abgelehnt werden. In diesemFall wird das Risiko für die eigene Produktion als zu hoch erachtet.

 

 

Von den Profi-Anbietern können zur Behandlung der Einstellpflanzen einige Tipps abgeschaut werden. Alle empfangenen Pflanzen stehen dicht auf der Überwinterungsfläche und eine Übertragung von „Mitreisenden“ an den Pflanzen, muss hinsichtlich der Qualität der angebotenen Dienstleistung ausgeschlossen werden.

 

Lesen Sie weiter Ausgabe 11/2025