Autor: DI Doris Lengauer, Versuchsstation für Spezialkulturen Wies

Blüten sind seit jeher Teil in der Küche, in der üblicherweise das verwendet wurde, was gerade zur Verfügung stand. Blüten sehen nicht nur hübsch aus, sondern sorgen mit Farbe, Duft und Aroma für den gewissen Kick in so mancher Speise.

Beispiele für essbare Blüten

Bärlauch, Eibisch, Klee, Ringelblume, Begonien, Gänseblümchen, Kornblume, Salbei, Bohnenkraut, Gundelrebe, Lavendel, Schafgarbe, Borretsch, Holunder, Löwenzahn, Schlüsselblume, Buchweizen, Jasmin, Pimpernelle, Schnittlauch, Dahlien, Kapuzinerkresse, Rose, Veilchen.

Die Anzahl der essbaren Blüten ist recht groß und die meisten lassen sich auf vielen Wiesen oder Gärten finden. Einige Beispiele dafür sind oben angeführt. Daneben gibt es jedoch auch eine Vielzahl von Blüten, die aufgrund ihrer Inhaltsstoffe auf gar keinen Fall gegessen werden sollten. Dazu zählen unter anderem Blüten von Akelei, Christrose, Eisenhut, Engelstrompete, Fingerhut, Goldregen, Hahnenfuß, Herbstzeitlose, Maiglöckchen, Schierling, Steinklee, Tollkirsche, sowie alle Blüten von Nachtschattengewächsen (z. B.Paradeiser- oder Melanzaniblüten).

Woher nehmen?
Am sichersten ist es, die Pflanzen für die Blütenernte im eigenen Garten anzubauen. Blüten gibt es zwar auch in Gärtnereien, in diversen Baumärkten oder Blumenläden, jedoch werden diese dort in der Regel nicht für die Bestimmung in der Küche angeboten und können daher mit Pflanzenschutzmittel behandelt sein. Werden Blüten als Lebensmittel für den Verzehr angeboten, müssen diese entsprechend gekennzeichnet sein. Im Österreichischen Lebensmittelbuch (abrufbar unter www.lebensmittelbuch.at) gibt es eine Empfehlung für die Verwendung essbarer Wildpflanzen und Blüten, an der man sich orientieren kann. 

 

Bild: Gewürztagetes

Gewürztagetes (Tagetes tenuifolia), auch bekannt als schmalblättrige Studentenblume, ist eine einjährige, leider nicht winterharte Blütenpflanze. Anders als herkömmlichen Tagetes-Sorten verströmt sie keinen unangenehmen Geruch, sondern ist wegen ihres feinen Zitrusaromas sehr beliebt und werden auf manchen Märkten sogar stückweise angeboten.

 

 

Wie für den Einsatz in der Küche vorbereiten?
Um eventuell vorhandenen Schmutz und ungewünschten Insekten vorzubeugen, werden die Blüten gut ausge-beutelt. Sind sie verschmutzt, werden sie mit leichtem kalten Wasserstrahl abgespült und vorsichtig trocken getupft. Außerdem sollten Stiele, Stempel und Kelchblätter entfernt werden, da diese oft bitter schmecken.
In dieser Art vorbereitet, sind der Phantasie und Experimentierlaune keine Grenzen gesetzt!

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