Autor: Gtm. Klaus Wenzel
Der März ist der Übergang vom Winter zum Frühling – eine der spannendsten Zeiten im Gartenjahr. Die Tage werden länger, die Sonne gewinnt an Kraft, und vielerorts zeigen sich bereits erste Blüten wie Krokus, Schneeglöckchen oder Narzissen. Jetzt entscheidet sich, wie erfolgreich die Gartensaison wird. Sowohl im Gemüse- als auch im Ziergarten stehen wichtige Arbeiten an.
1. Allgemeine Gartenarbeiten im März
Jetzt kann gegraben werden. Bodenbearbeitung – die Grundlage für gesundes Wachstum. Aber Vorsicht! Bei der Bodenbearbeitung ist weniger mehr. Sobald der Boden frostfrei und abgetrocknet ist, kann er gelockert werden. Nicht aufnasser Erde arbeiten, da sie sonst verdichtet, das Bodenleben zerstört wird und wähend der ganzen Saison leidet.
Der Spaten kommt bei mir nur sehr selten zum Einsatz. Meistens wird er zum Graben von Pflanzlöchern benötigt.
Gelockert wird mit einer Grabgabel oder mit einem Rechen. Wer einen Sauzahn besitzt, kann ohne großen Aufwand ebenfalls den Boden perfekt vorbereiten. Unerwünschte Pflanzen können dabei entfernt und mit abgestorbenen Pflanzenteilen aus dem Vorjahr kompostiert werden. Im selben Arbeitsablauf kann auch Kompost-erde zur Bodenverbesserung eingearbeitet werden.
Was Oma schon wusste: Eine Handvoll Holzasche von unbehandeltem Holz liefert Kalium und wirkt leicht kalkend. Sie eignet sich besonders für Starkzehrer – jedoch sparsam verwenden!
2. Arbeiten im Gemüsegarten
Jetzt wird der Platz im Garten knapp. Im März können bereits viele robuste Gemüsesorten direkt ins Beet gesät werden: Radieschen, Spinat, Karotten, Erbsen sowie Rucola. Petersilie kann ebenfalls schon angesät werden, zählt
aber zu den Mimosen bei der Aussaat. Wird das Beet nach dem Aussäen mit Kamillentee angegossen, stärkt das die Keimung. Ebenfalls ist zu achten, dass die Erde in den ersten 2 Wochen nicht austrocknet. Eine Schutzfolie erweist dabei gute Dienste. Bei erwarteten Spätfrösten hilft ein Vlies oder ein altes Leintuch als Schutz.
4. Natürlicher Pflanzenschutz –
Altbewährt und wirksam
a. Hausmittel gegen Blattläuse:
1 Liter Wasser + 1 Esslöffel
Schmierseife + ein Schuss Spiritus – direkt auf die Läuse spritzen.
b. Brennnesseltee, stärkt Pflanzen, wirkt gegen Blattläuse. 1 kg frische Brennnesseln in 4 Litern Wasser aufkochen lassen. 1:10 Verdünnen und anwenden.
c. Zwiebelsud hilft gegen Pilzkrankheiten. Zwiebelschalen mit Wasser aufkochen, abkühlen lassen,
unverdünnt spritzen.
Bild: Blattläuse
Der März ist ein arbeitsintensiver, aber lohnender Monat im Garten. Wer jetzt Beete vorbereitet, robustes Gemüse aussät, empfindliche Pflanzen vorzieht und auf natürliche Hausmittel setzt, legt den Grundstein für eine gesunde und ertragreiche Gartensaison.
Mit etwas Planung, Geduld und traditionellen Methoden wird der Garten nicht nur produktiv, sondern auch ein Ort der Erholung und Naturverbundenheit.
