Autor: Ing Stephan Waska

In einer losen Folge werden Sträucher beschrieben, die nur selten Eingang in unsere Gärten gefunden haben.

Haben Sie eine Mauer, die Sie gerne verdecken wollen? Oder gibt es eine Geländestufe, die nur schwer bearbeitbar ist? Mein Vorschlag für eine blütenreiche Abdeckung:

Buschklee (Lespedeza thunbergii)

Blütezeit: August bis September
Der nur selten gepflanzte Halbstrauch aus Ostasien eignet sich ideal für Stützmauern und Böschungen. Aber auch in Trögen gepflanzt kommt er zur vollen Wirkung, z.B. auf Terrassen. Die langen Triebe wachsen zunächst aufrecht und hängen
dann bogig über. Bis zum Herbst können die Äste eine Länge von 2 m erreichen. DerBuschklee erblüht an den Trieben ab Ende August bis zum Frost mit purpuroten Schmetterlingsblüten. Die traubigen,
etwa 15 Zentimeter langen Blütenstände sitzen zu mehreren in den Blattachseln.

 

 

Der Strauch wird bis zu 2,5 m breit. Auf ebenen Plätzen kommen die überhängenden Äste nur gering zur Wirkung, da die Blütenspitzen dann auf dem Boden aufliegen. Ideal ist ein vollsonniger, warmer Standort. Der Boden muss
leicht und durchlässig sein, Staunässe verträgt der Buschklee nicht. Der Strauch verträgt auch keinen kalkhaltigen Boden. Daher neigt er im Frühjahr – besonders wenn er an Mauern aus Beton oder sonstigem kalkhaltigen Material gepflanzt wurde – zu einem chlorotischen (gelben) Austrieb. Die Chlorose verschwindet aber im Laufe des
späteren Frühjahrs.
Durch seine späte Blütezeit ist der Buschklee eine wertvolle Bienenweide und wird gerne von Schmetterlingen besucht. Während des Winters frieren die Triebe meist zurück, im Frühjahr treiben viele neue Triebe aus dem Boden aus. In den ersten Jahren nach der Pflanzung soll das Wurzelwerk durch eine Laubabdeckung vor Winterfrost geschützt werden.

 Lesen Sie weiter Ausgabe 02/2026