Hirse – ein Getreide mit hohem Potenzial in Zeiten klimatischer Herausforderungen und gesundheitlichen Erwartungen

Hirse war auch im Mitteleuropa des Mittelalters eine der wichtigsten Getreideformen, vor allem als Brei ermöglichte sie die Ernährung der ärmeren Bevölkerung. Erst mit Aufkommen von Erdäpfeln bzw. dem intensiveren Anbau von Weizen, Gerste und Roggen wurde sie vom Speiseplan verdrängt. In Afrika und Asien spielt Hirse nach wie vor eine bedeutsame Rolle in der Ernährung. Dabei zeichnet sie sich durch innere Qualitäten wie dem Reichtum an Mineralstoffen (Eisen, Magnesium, Phosphor), B-Vitaminen und Eiweiß aus, ist glutenfrei und bietet sich für einen gesunden Speiseplan an.
Als C4-Pflanze ist sie für Regionen mit längeren Trockenperioden geeignet, was ihren Anbau auch für unsere Breiten zunehmend interessant macht. Teilweise wird in der Steiermark Hirse als Zwischenfrucht im Maisanbau verwendet, auch im niederösterreichischen Weinviertel wird Hirse zur Nahrungsmittelgewinnung kultiviert.

 

Biologie

Hirse ist eine Sammelbezeichnung für verschiedene Getreidearten, bekannt sind Kolben-, Rispen- oder Perlhirse, letztere wird auch als Goldhirse bezeichnet. International ist auch der Begriff Sorghum gebräuchlich, die Art Sorghum bicolor stellt weltweit 70% des Hirseanbaus. Äußerlich sieht die Hirsepflanze deutlich anders als die anderen Getreidearten aus der gemeinsamen Pflanzenfamilie der Süßgräser. In Mitteleuropa waren im Anbau drei Hirse arten verbreitet: Die Rispenhirse (Panicum miliaceum), die Kolbenhirse (Setaria italica) und die Bluthirse (Digitaria sanguinalis), wobei die erste Art den mehrheitlichen Anbau stellte.

Chili „con Hirse“

Zutaten für 4 Personen:

10 dag Hirse
¼ l Gemüsebrühe
1 Zwiebel
1 Zehe Knoblauch
2 Dosen Paradeis in Stücken
2 Dosen Kirschbohnen
1 Dose Mais
1 Stück dunkle Schokolade
Oregano
Getrockneter Kreuzkümmel gemahlen
Cayennepfeffer
Koriander gemahlen
Salz, Olivenöl

    Zubereitung:

    Die Zwiebel würfeln. Das Olivenöl bei mittlerer Hitze erwärmen und die Zwiebelwürfel darin glasig dünsten. Die Hirse in einem Sieb abspülen und zu den Zwiebeln geben. Mit der Gemüsebrühe aufgießen, aufkochen, Hitze reduzieren und die Hirse bei niedriger Hitze zugedeckt 20 Minuten ziehen lassen. Die Paradeisstücke mit den Gewürzen, der Schokolade und dem gepressten Knoblauch zugeben. Die Bohnen und den Mais in einem Sieb abspülen und ebenfalls untermischen. Aufkochen und 15 Minuten bei niedriger Hitze köcheln lassen.

     

    Lesen Sie weiter Ausgabe 01/2026