Autoren: Elisabeth Mauthner, Michael Machatschek
Wenn man durch die Dörfer des Save- und des Socatales reist, entdeckt man in den Gärten und Feldäckern
der alten Generation die drei wesentlichen Kulturarten mit Neuwelt-Bohnen, Erdäpfel und Sauerkraut. Aufgrund der großen Anbaumengen und der Häufigkeit der kredenzten Suppe widerspiegeln diese logischerweise die ältere slowenische Küche, die sich bis heute als Selbstversorgerkultur auszeichnet. In Friaul verwendete man früher anstelle des Sauerkrauts das Weißrübenkraut, das in Rotweintrester eingelegt, einer Gärung unterzogen wurde.
Auch besteht eine Zubereitungsweise mit Mangold und mit oder ohne Rüben- bzw. Sauerkraut in Friaul. Einmal
eine derart köstliche Suppe genossen, kommt man davon nicht mehr weg und versucht durch eigene Zubereitungen und Erfahrungen einer guten Rezeptur auf die Schliche zukommen.
Jota, eine slowenische Nationalspeise
Zutaten:
250 g weiße Bohnen, getrocknet
500 g Sauerkraut
Kümmel
1 Lorbeerblatt
4 Wacholderbeeren
8 – 10 Zehen Knoblauch
500 g Erdäpfel
Salz
1 Zwiebel
20 g Fett
30 g Mehl, Pfeffer
Bild: Jota; Erdäpfel, Sauerkraut und Bohnen in Harmonie
Zubereitung:
Die Bohnen über Nacht einweichen. Abgießen, spülen, mit frischem Wasser zustellen und 30 Minuten kochen. Das Wasser abgießen, die Bohnen mit frischem Wasser bedeckt zustellen, salzen und weichkochen. Die Zwiebel fein schneiden, salzen, in Fett hell rösten, das Mehl zufügen und gut durchrösten bzw. einbrennen. Das Sauerkraut etwas schneiden, mit der Mehlschwitze mischen, kurz andünsten und dann mit Wasser bedeckt und mit Kümmel,
Lorbeer, Wacholderbeeren und Knoblauch versehen langsam garen. Die Einbrenn bindet später die Jota ausreichend. Die Erdäpfel, in Slowenien „Krompir“ und Kroatien auch „Krumpir“ (Grundbirne) genannt, schä-
len, vierteln, mit Wasser bedecken und wenig Salz weichkochen. Danach grob stampfen.
Zuletzt mischt man die gekochten Bohnen samt ihrer Kochflüssigkeit und die Erdäpfel unter das Sauerkraut. Etwas mit Pfeffer nachwürzen und fünfzehn Minuten sanft köcheln bzw. durchziehen lassen. Eventuell etwas Wasser beigeben und durchziehen lassen.
Lesen Sie weiter Ausgabe 03/2026
