Autor: Dr. Thoma Rühmer, Versuchsstation Obst- und Weinbau Haidegg

Ein klassisches Getränk, vollkommen neu erfunden…

Wer kann sich nicht erinnern, als zu Hause oder bei den Großeltern das Fass mit gepresstem Apfelsaft im Keller gelagert wurde, bis er leicht zu gären begann als Süßmost, dann als Most getrunken wurde und zu guter Letzt mit einer Essigmutter als Apfelessig auf dem ein oder anderen Salat in der Küche landete? Mikrobiologischen
Stoffwechselprozessen wurde damals einfach freier Lauf gelassen. Most war in der ländlichen Bevölkerung ein stärkendes Getränk, das aufgrund seiner verdauungsfördernden Wirkung zu jedem guten, gehaltvollen Essen genossen wurde. Heute entspricht diese Vorgehensweise längst nicht mehr dem Stand der Technik – und natürlich sind die heutigen Moste mit den damals sehr naturbelassenen in keinster Weise mehr vergleichbar. Feinste Kellereitechniken haben die Möglichkeiten in der Mostproduktion erweitert und die Qualität der Produkte in höchstem Maße gesteigert.

 

 

Aber was können neue Apfelsorten zur Steigerung der Qualität beitragen? Oder sind auch heute noch die alten,
klassischen Sorten im Vergleich deutlich besser? In der Versuchsstation Obst- und Weinbau Haidegg wurden die
Ernten der beiden Jahrgänge 2023 und 2024 zu sortenreinen Apfelmosten verarbeitet und durch ein gemischtes Verkosterpanel aus 14 Laien- und Profi-Verkostern beurteilt.

 

 

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