Autor: Redaktion u. Trockenmauerschule Österreich

Trockensteinmauern sind ohne Mörtel errichtete Steinbauten, die durch die sorgfältige Anordnung und Verkeilung der Natursteine Stabilität erhalten und der Hangsicherung, Terrassierung und als Lebensraum für Pflanzen und Tiere dienen. Sie sind ein traditionelles Handwerk, das in Österreich seit dem Mittelalter belegt ist und 2021 in das nationale Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes der UNESCO aufgenommen wurde. Im Jahr 2024 wurde diese Baukunst in Österreich und weiteren europäischen Ländern auf die Repräsentative Liste des Immateriellen Kultur-erbes der Menschheit erweitert. Erreicht wird die langjährige Stabilität durch die Auswahl und Platzierung passender Steine, ein Fundament sowie eine leichte Neigung zum Hang. Damit können Hänge befestigt werden, Kulturflächen (wie am Beispiel der Wachau für den Weinbau) gewonnen werden, Gärten optisch und ökologisch ansprechend gegliedert und Sitzgelegenheiten und dergleichen geschaffen werden. Die ökologische Funktion ist hoch, da die Mauern Lebensraum für zahlreiche Arten bieten und zur Erhaltung der biologischen Vielfalt beitragen.

Die Trockensteinmauernschule Österreich bietet seit mehr als 20 Jahren Kurse und Lehrgänge an, die sich an Garten und Hofbesitzer, Landwirte, ökologisch interessierte Personen, Gartengestalter, das Baugewerbe, Körperschaften und Organisationen richten. Rund 16 aktive Trainer haben in rund 300 Schulungsmaßnahmen rund
4.000 Erwachsene praktisch geschult. Internationales Highlight dabei ist das Stein & Wein-Festival, …

 

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